Grundhafte Sanierung der Kirchgartenstraße
Grundhafte Sanierung der Kirchgartenstraße
Mit dem Bauprogramm 2025 wurde beschlossen, in Kooperation mit dem Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) die Kirchgartenstraße im Abschnitt zwischen Friedensstraße und Kettelerstraße grundhaft, das heißt vollständig in Ober- und Unterbau zu erneuern.
Im Zuge dieser Arbeiten muss primär der Mischwasserkanal im östlichen Abschnitt in offener Bauweise aufdimensioniert und ersetzt werden. Um Synergien optimal zu nutzen, werden dabei auch die Trinkwasserleitungen im Straßenverlauf und ggf. weitere Versorgungsleitungen ausgetauscht sowie die Glasfaserversorgung ausgebaut. Infolgedessen werden auch die Fahrbahn, die beiden seitlichen Gehwege und die Rinnenanlagen vollständig erneuert werden. Die Straßenbeleuchtungssituation in der
Kirchgartenstraße wird verbessert werden, indem auf LED-Leuchtmittel umgestellt und die Leuchtenfolge verdichtet wird.
Das zwingende Erfordernis für diese Baumaßnahmen ist vor allem in der dringend notwendigen Kanalbaumaßnahme begründet, aber auch im aktuell vergleichsweise schlechten Allgemeinzustand der Gehwege, die u. a. aufgrund des unzureichenden Untergrunds mit vertretbarem Instandhaltungsaufwand mittel- und langfristig nicht mehr wirtschaftlich saniert werden können.
Im Rahmen der Vorplanung zum Straßenbau wurden Details zur künftigen Gestaltung der Fahrbahn und der Gehwege erarbeitet. Die Fahrbahn wird als asphaltbefestigte Verkehrsfläche ausgeführt, die Gehwege in Pflasterbauweise. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Verkehrsberuhigung sind entlang der Straße mehrere wechselseitig angeordnete Grüninseln vorgesehen, die in den Straßenraum integriert werden. Zusätzlich werden Parkstände in Längsaufstellung in den Straßenraum integriert und auch entsprechend gekennzeichnet.
Die vorgesehenen Grünstrukturen in Form von Pflanzinseln tragen zur gestalterischen Aufwertung des Straßenraums bei und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Sie verbessern das Mikroklima, fördern die Biodiversität und unterstützen die Versickerung von Niederschlagswasser. Zudem wirken die Bäume und Pflanzflächen optisch verengend und strukturierend, was die Fahrgeschwindigkeiten reduziert und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht.
Hier finden Sie einen Lageplan (PDF-Dokument, 593,00 KB, 10.03.2026), in dem die geplante Anordnung der Grüninseln und Stellplätze dargestellt ist (Stand Februar 2026). Anregungen und Hinweise, die von den Anliegern im Rahmen der Bürgerinformationsveranstaltung am 25.02.2026 vorgetragen wurden, sind hierin noch nicht berücksichtigt.
Die Ausbildung der Bord- und Rinnenanlagen kann in verschiedenen Ausbauvarianten erfolgen:
- Variante 1 (Ausbaubeispiel: Kettelerstraße):
Zweizeilige Rinne und Rundbord (Referenz: Kettelerstraße): Die Fahrbahn wird beidseitig durch Rundbordsteine eingefasst, wobei die Straßenentwässerung über 2-zeilige Pflasterinnen entlang der Bordsteine erfolgt. - Variante 2 (Ausbaubeispiel: Falltorstraße):
Muldenrinne mit Läuferstein (Referenz: Falltorstraße): Die Ausbildung der Straßenraumbegrenzung erfolgt annähernd plangleich ohne Bordsteine. Die Oberflächenentwässerung der Fahrbahn wird über eine Muldenrinne entlang der Fahrbahnränder realisiert. Die Muldenrinne übernimmt sowohl die Funktion der Entwässerung als auch der räumlichen Trennung zwischen Fahrbahn und angrenzenden Gehwegbereich.
Hier finden Sie Querschnitte (PDF-Dokument, 750,94 KB, 10.03.2026), die die Unterschiede beider Ausbauvarianten grafisch darstellen.
Am 25.02.2026 fand eine Informationsveranstaltung für Anwohner und Grundstückseigentümer statt. In diesem Rahmen wurde die Baumaßnahme von dem mit der Planung beauftragten Fachbüro Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH aus Darmstadt im Detail erläutert. Die Präsentation hierzu finden Sie hier (PDF-Dokument, 1,82 MB, 10.03.2026).
Entsprechend der Beschlussfassung der Gemeindevertretung wurde über die auszuführende Variante (Gehweg mit Rundbordsteinen abgesetzt oder Ausbau ohne Bordsteine) im Zuge der Anwohnerbeteiligung entschieden. Die beim Informationsabend anwesenden Anlieger haben sich hierbei ohne Gegenstimme für die Umsetzung der Variante 1 mit Rundbordstein ausgesprochen.
Nach derzeitigem Planungsstand soll der Ausbaubereich in drei Unterabschnitte eingeteilt werden, die nacheinander umgesetzt werden sollen:
- Bauabschnitt 1 zwischen Kettelerstraße und Jakobstraße,
Bauzeit ca. 30 Arbeitstage (geplant); - Bauabschnitt 2 westlich der Jakobstraße bis Hausnummer 34/35,
Bauzeit ca. 25 Arbeitstage (geplant); - Bauabschnitt 3 östlich der Friedensstraße ab Hausnummer 32/33 einschl. Knotenpunkt Kirchgartenstraße/Friedensstraße,
Bauzeit ca. 40 Arbeitstage (geplant).
Durch die Abschnittbildung mit jeweils nur maximal 8 bis 13 angrenzenden Gebäuden können die Anwohner bestmöglich entlastet werden. Die Zufahrbarkeit bzw. Erreichbarkeit für Feuerwehr und Rettungsdienst bleibt während der Bauzeit in angemessenem Maß gewährleistet. Die endgültigen Bauzeiten können allerdings erst nach Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen festgelegt werden.
Es ist vorgesehen, im Zuge der Bauarbeiten sämtliche Trinkwasserhausanschlüsse bis ca. 1 m hinter die Grundstücksgrenze auf Kosten der Gemeinde zu erneuern. Ob eine Erneuerung der Anschlussleitung im weiteren Verlauf auf einem Grundstück erfolgen soll, obliegt der Entscheidung des Grundstückseigentümers, der hierfür auch die Kosten tragen muss. In der Regel ist dies eine individuelle Entscheidung, zumal auch die Kosten immer von der individuellen Erschließungssituation auf dem Grundstück abhängen. Erfahrungswerten zufolge werden sich diese im mittleren 4-stelligen Bereich bewegen. Da jedoch bekannt ist, dass bei den Trinkwasserhausanschlussleitungen im Bereich Kirchgartenstraße schon aufgrund ihres Alters ein nicht unerhebliches Risiko für Rohrbrüche besteht, wird empfohlen, Synergien mit der Baumaßnahme zu nutzen und einer kostenpflichtigen Erneuerung auch auf dem Grundstück zuzustimmen. Dort, wo zudem ein Handlungsbedarf am Abwasserhausanschluss besteht, wird der KMB direkt auf die betroffenen Eigentümer zukommen.
Im Zuge der Baumaßnahmen soll nach derzeitigem Kenntnisstand ein eigenwirtschaftlicher Glasfaserausbau durch die GGEW erfolgen. Mit der Telekom Deutschland GmbH ist man aktuell im Austausch.
Sofern Sie eine Umstellung von Gasheizung auf Wärmepumpe planen, bitten wir, dies möglichst vor der Baumaßnahme noch umzusetzen, damit der Gashausanschluss möglichst noch vor Abschluss unserer Bauarbeiten zurückgebaut werden kann.
Über alle weiteren Schritte, insbesondere zur konkreten Terminierung der Maßnahme, zum Bauablauf im Detail sowie zur Antragstellung im Falle einer Erneuerung der Hausanschlüsse, werden die betroffenen Anlieger zu gegebenem Zeitpunkt, sobald die Planungen weiter fortgeschritten sind, erneut ausführlich informiert werden.

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