Sicherheitsinitiative KOMPASS
KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Ministeriums des Innern, für
Sicherheit und Heimatschutz an die Städte und Gemeinden in Hessen und zielt auf eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung und noch engere Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Polizei und Kommune ab. In dieser Zusammenarbeit soll mit den relevanten Akteuren die Sicherheitsarchitektur gezielt weiterentwickelt werden, um vor allem die gefühlte Sicherheitslage zu verbessern. Auf Grundlage einer Bestandsaufnahme bestehender Präventionsangebote und der Sicherheitslage sowie einer Bürgerbefragung, sollen konkrete Lösungsvorschläge für die Sicherheitsbedarfe vor Ort erarbeitet werden. Die Initiative KOMPASS wurde Anfang Dezember 2017 in den Modellkommunen Bad Homburg, Schwalbach am Taunus, Hanau und Maintal als Pilot eingeführt. Dabei hatte sich schnell herausgestellt, dass eine noch engere Vernetzung und der damit verbundene gemeinschaftliche Wille, die Sicherheit vor Ort zu verbessern, Früchte trägt. Aufgrund der guten Ergebnisse in den vier Modellregionen beschloss der damalige hessische Innenminister Peter Beuth, das Programm KOMPASS künftig allen hessischen Städten und Gemeinden zugänglich zu machen.
Seit April 2026 ist die Gemeinde Einhausen offizieller Teilnehmer der Präventionsinitiative KOMPASS. Hessen zählt nach wie vor zu den sichersten Bundesländern Deutschlands. Doch die gefühlte Sicherheit weicht oft von der objektiven Sicherheitslage ab. Grund dafür kann eine dunkle Unterführung, mangelnde Beleuchtung oder öffentliche Unordnung (sog. Incivilities) wie zerstörte Fensterscheiben, hinterlassener Abfall, Graffiti, öffentlicher Drogen- und Alkoholkonsum oder Betteln sein. Oftmals sind an den Orten wenige bis keine Straftaten registriert worden. Dennoch fühlen sich die Menschen an diesen Orten unsicher und meiden diese sogar. Nicht selten werden diese Orte auch als sogenannte „Angsträume“ beschrieben. Sicherheit und ein sicheres Gefühl im eigenen Wohnumfeld sind elementare Grundbedürfnisse eines jeden Menschen. Die Sicherheitsinitiative KOMPASS bietet eine Plattform, um die Sicherheitsbedarfe in Einhausen aufzugreifen und stetig zu verbessern. Gemeinsam mit der Polizei, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Akteuren der Gemeinde werden die Sicherheitsbedürfnisse erhoben, analysiert und passgenaue Maßnahmen entwickelt, die zur Verbesserung der objektiven und subjektiven Sicherheitslage beitragen.
Auftaktveranstaltung
Die Gemeinde Einhausen ist offiziell in das hessische KOMPASS‑Programm (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) aufgenommen worden und zählt damit zu den 171 Partnerkommunen in Hessen.
Im Rahmen einer offiziellen Verleihung am Freitag, 17. April, überreichte Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck der Gemeinde Einhausen das KOMPASS‑Schild. Zudem trug er sich feierlich in das Goldene Buch der Gemeinde ein. Im Anschluss an die Verleihung besichtigte der Innenminister gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde die aktuellen Bauprojekte Weschnitzrast sowie das Grün‑blaue Klassenzimmer.
Mit der Teilnahme am KOMPASS‑Programm bekennt sich die Gemeinde Einhausen ausdrücklich zu einer präventiven, nachhaltigen und bürgernahen Sicherheitsarbeit. Ziel des Programms ist es, sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken.
Positive Sicherheitsentwicklung in Einhausen
Einhausen weist bereits heute eine stabile und positive Sicherheitslage auf und gehört zu den sicheren Kommunen in Südhessen. Die Anzahl der Straftaten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen:
- 2023: 136 Straftaten
- 2024: 107 Straftaten
- 2025: 98 Straftaten
Dies entspricht einem weiteren Rückgang um knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die sogenannte Häufigkeitszahl – die Anzahl der Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner – zeigt eine sehr positive Entwicklung:
Sie lag in Einhausen im Jahr 2025 bei rund 1.500 und konnte damit im Vergleich zu 2023 (2.062) deutlich reduziert werden. Damit liegt Einhausen weit unter dem hessischen Durchschnitt von etwa 6.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner.
Sicherheit ist mehr als Statistik
Trotz dieser erfreulichen Zahlen ist für die Gemeinde Einhausen klar: Sicherheit ist mehr als die reine Abwesenheit von Straftaten. Aspekte wie gut beleuchtete Wege, gepflegte öffentliche Bereiche, sichere Schulwege sowie ein offener und vertrauensvoller Austausch zwischen Bürgerschaft, Kommune und Polizei tragen wesentlich dazu bei, dass sich Menschen im Alltag sicher fühlen.
Bereits in der Vergangenheit hat die Gemeinde Einhausen mit unterschiedlichen Maßnahmen Verantwortung übernommen – unter anderem durch Verkehrskampagnen zu sicheren Schulwegen und Gehwegparken sowie durch die seit 2017 etablierten Schutzfrauen und ‑männer vor Ort. Diese präventiven Ansätze sollen im Rahmen des KOMPASS‑Programms weiter ausgebaut und systematisch ergänzt werden.
Gemeinsam für ein sicheres Einhausen
In den kommenden Monaten erfolgt gemeinsam mit der Polizei, lokalen Akteuren und der Bürgerschaft eine umfassende Bestandsaufnahme der Sicherheitslage. Darauf aufbauend werden konkrete, passgenaue Maßnahmen entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der Menschen in Einhausen orientieren.
Die Gemeinde Einhausen versteht Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe und freut sich auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – für ein weiterhin lebenswertes, sicheres und zukunftsfähiges Einhausen.
Offizielle Bürgerbefragung im Rahmen von KOMPASS
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger in Einhausen,
unsere Gemeinde hat sich dafür entschieden, an der Initiative „KOMPASS“ teilzunehmen. Um hierbei die bestmöglichen Ergebnisse erzielen zu können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um die untenstehenden Fragen im PDF zu beantworten. Nur gemeinsam mit Ihnen können wir Einhausen noch lebenswerter als bisher gestalten. Die Befragung findet bis einschließlich 26.06.2026 statt.
Hier Umfrage downloaden (PDF-Dokument, 244,67 KB, 27.05.2026) (PDF-Dokument, 244,67 KB, 27.05.2026)


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