Klima-Aktionsplan
Klima-Aktionsplan
Mit dem Beitritt zum Bündnis "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen" hat sich die Gemeinde Einhausen verpflichtet, einen Aktionsplan zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung vor Ort aufzustellen, um darzulegen, wie das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden soll.
Dieser Aktionsplan wurde in den vergangenen Monaten durch den Projektmanager Klima- und Umweltschutz in der Verwaltung, Herrn Tobias Hübner, im Detail erarbeitet. Die Ergebnisse wurden während des Jahres 2023 fortlaufend und öffentlich in den Sitzungen des Bau-, Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschusses vorgestellt und vom Gremium beraten. Die dem Klima-Aktionsplan zugrunde liegende „Priorisierung der Maßnahmen mit Rangfolge“ wurde von der Gemeindevertretung bereits in deren Sitzung am 10.10.2023 beschlossen.
Final wurden alle Ergebnisse einschließlich der Priorisierung nochmals schriftlich im Detail erläutert und zum Klima-Aktionsplan der Gemeinde Einhausen zusammengefasst. Der Klima-Aktionsplan mit der hierin dokumentierten Priorisierung wurde am 12.12.2023 in der unten zum Download hinterlegten Fassung beschlossen.
Gemäß Beschlussfassung soll der Aktionsplan kontinuierlich überprüft und gemäß den künftigen Entwicklungen fortgeschrieben werden. Der Klima-Aktionsplan ist somit mit dieser ersten Fassung keineswegs abgeschlossen. Vielmehr soll er in einem dynamischen Prozess und mit der Beteiligung der Bürgerschaft stetig angepasst und um weitere Maßnahmen ergänzt werden.
Dieser Klimaaktionsplan „lebt“ somit und wird iterativ angepasst und bewertet. So sollen sich ändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen und technische Neuerungen, aber auch neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft in den Maßnahmen berücksichtigt und abgebildet werden. Eine nachhaltige Verwendung der Materialien soll im Einklang mit der Natur und Umwelt erfolgen.
Download Klima-Aktionsplan der Gemeinde Einhausen (PDF-Dokument, 10,4 MB, 14.02.2024)
Maßnahmendatenbank zum Klima-Aktionsplan
Bereits in der ersten Jahreshälfte wurden neben der Startbilanzierung der Energieverbräuche und CO2-Emissionen in Einhausen auch Maßnahmen im Bereich „Klimaanpassung und Umweltschutz“ (KU) sowie im „kommunalen Energiemanagement“ (KE) ausgearbeitet. Der Fokus der Maßnahmen „KE“ liegt auf Vorhaben mit technischen Bezügen, wie z.B. Effizienzmaßnahmen oder wirtschaftliche Umrüstungen auf klimaneutrale Heizsysteme. Entwickelte Maßnahmen im Bereich „KU“ befassen sich mehr mit dem natürlichen Klimawandel und der Einbindung sowie der Unterstützung der Bürgerschaft.
In einem „Ampel-System“ wurden 27 Maßnahmen mittels folgender Faktoren bewertet:
- Priorität,
- Signifikanz,
- Klimarelevanz,
- Umsetzbarkeit,
- Wirtschaftlichkeit,
- zu erwartende Kosten.
Anhand dieser Faktoren wurde eine Rangfolge erstellt. Dabei steht Rang 1 (grün) für die höchste Umsetzungsdringlichkeit. Rang 27 (rot) beschreibt die bisher niedrigste Dringlichkeit. Dennoch soll es möglich sein, Maßnahmen mit niedriger Rangfolge und geringem finanziellen Umfang in der Priorität vorzuziehen und pragmatisch umzusetzen. Beispielsweise zählen hierzu Faktoren wie Verfügbarkeiten von Handwerkern und Materialien oder gesetzliche Grundlagen und deren Verabschiedung.
Fünf dieser Maßnahmen wird eine besondere Aufmerksamkeit beigemessen (schwarzer Rahmen), da diese für die spätere Entwicklung im Bereich der Energiewende als wichtig erachtet werden.
- Unterstützung der Bildung einer Bürgerbeteiligung im Bereich Umwelt, Klima und Energie
- Energetische Dachsanierung der Kita Friedensstraße, PV-Anlage mit Batteriespeicher im Direktvermarktungsmodell
- Einführung eines Strom-Bilanzkreises innerhalb der Gemeinde
- „Intracting“ – Selbsterneuerndes Kostenbudget / Reinvestitionspool
- Einführung eines kommunalen Energiemanagements – Messwesen
Download Maßnahmendatenbank (PDF-Dokument, 202,58 KB, 20.10.2023)
Erste Ergebnisse
Eine Kurzübersicht bereits getätigter Maßnahmen im Klimaschutz und die Startbilanzierung wurden am 14.3.2023 in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschusses präsentiert.
Die Startbilanzierung umfasst u. a. eine Bestandsanalyse der Energieverbräuche kommunaler Gebäude, aber auch privater Haushalte und der Sparte Gewerbe / Handel / Dienstleistungen. Thematisiert werden zudem Effizienzsteigerungen im Bereich der Bestandsgebäude und der Straßenbeleuchtung, sowie der Einfluss des Straßenverkehrs auf die kommunale Bilanzierung. Weiter stellt die Präsentation die sogenannten "Bilanzierungs-Systematik Kommunal" (BISKO) vor und zeigt den Unterschied im Vergleich zu einer rein verbrauchsorientierten Bilanzierung auf.
Download Erste Ergebnisse (PDF-Dokument, 1,99 MB, 04.04.2023)

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